Gemeinsinn


Ansprechpartnerin BS: Susanne Dierberger, Rita Kuchler
Projektstatus: Laufendes Projekt der Bürgerstiftung 

Solidaritätsfonds für Rottenburger Familien

Als im Frühjahr 2021 die ersten Anträge für den Corona Solidaritätsfonds bei der Bürgerstiftung Rottenburg eingingen, wurde schnell klar, dass nicht nur eine Pandemie wie Corona das Leben und die Finanzen von Menschen urplötzlich auf den Kopf stellen kann. Waren es beim Corona Solidaritätsfonds vor allem weggefallene Jobs oder Nebeneinkünfte, so geht es bei diesen Notlagen häufig um Krankheit und Tod, Verlust von Arbeit und Wohnung, Beziehungskrisen bis hin zur Trennung. Und auch wenn das soziale Netz in Deutschland engmaschig gestrickt ist, so dauert es doch eine gewisse Zeit, bis es aufgespannt ist. In diesen Übergangsphasen fallen Ausgaben an, die bei bereits ausgereizten Familienbudgets plötzlich nicht mehr zu bewältigen sind. Und bei alleinerziehenden Eltern wirken sich derartige Krisen oft noch dramatischer aus. Darunter leiden vor allem die Kinder, die sich ausgegrenzt fühlen, geringere Entwicklungschancen und einen schlechteren Schulabschluss haben sowie öfter krank sind.

Das Wissen um derartige soziale Schieflagen motivierte auch das Ehepaar Dr. Vivien und Dr. Philipp Kocher, anlässlich der Geburt ihres ersten Kindes gemeinsam mit der Bürgerstiftung Rottenburg etwas für sozial schwächer gestellte Familien zu tun. Das Ergebnis ist der Solidaritätsfonds für Rottenburger Familien mit unterhaltspflichtigen Kindern, aus dem heraus Familien in einer plötzlich aufgetreten Notlage einmalig finanziell unterstützt werden sollen. Durch die Versteigerung von gespendeten Kunstwerken beim DANKE ROTTENBURG-FEST! und eine großzügige Spende des Ehepaars Kocher konnte der finanzielle Grundstein für den Fonds gelegt werden. Die Bürgerstiftung hofft, durch regelmäßige Spendenaufrufe diesen Solidaritätsfonds nachhaltig ausreichend ausstatten zu können.

Das Ehepaar Kocher

Um den drei Personen, die die Entscheidung über die Vergabe von Mitteln vertraulich treffen werden, die Entscheidungsfindung zu erleichtern, muss eine der Bürgerstiftung Rottenburg bekannte karitativ tätige Einrichtung (z.B. Mokka, Diasporahaus, Familienberatungsstelle, Kirchengemeinden etc.) den Antrag unterstützen. Dadurch soll auch eine enge Verzahnung mit diesen Einrichtungen gewährleistet werden. 

Auch möchte man mit dem Solidaritätsfonds nicht in Konkurrenz zu bestehenden Angeboten treten. Der Fonds wird sich deshalb mit anderen Unterstützungsfonds im Bereich der Stadt Rottenburg am Neckar abstimmen. Dazu zählen insbesondere die Josefskasse der katholischen Kirchengemeinde Rottenburg, der Diakonische Fonds der evangelischen Kirchengemeinde Rottenburg und die Rolf-Class-Stiftung, die durch die Stadt Rottenburg verwaltet wird.

Der  Antrag auf Unterstützung  kann formlos bei der Bürgerstiftung gestellt werden (solidaritaetsfonds@buergerstiftung-rottenburg.de). Unter dieser email können auch Fragen an die Bürgerstiftung gestellt werden. Details zu den notwendigen Angaben finden sich hier.

Spenderinnen und Spender können ihre Zuwendungen auf eigens für den Solidaritätsfonds reservierte Konten bei der Kreissparkasse Tübingen (IBAN DE02 641 50020 0004 4987 73) und der Volksbank Herrenburg-Nagold-Rottenburg (IBAN DE71 6039 1310 0750 7410 15) überweisen.

Als anerkannt gemeinnützige Organisation kann die Bürgerstiftung Rottenburg auf Wunsch auch Spendenbescheinigungen ausstellen.